Das ist wohl eine der gefährlichsten Varianten des Tauchsports. Trotzdem: Man muss es einmal erlebt haben. Es gibt ja alle möglichen Gründe, dass ein Schiff auf einen Felsen aufläuft. Und wenn es vorher geplanter Versicherungsbetrug war.
Kapitäne oder ihre Ersten Offiziere sind auch nicht immer ganz nüchtern auf den Meeren unterwegs. Taucher fühlen sich angezogen von der magischen Atmosphäre, die ein gesunkenes Schiff verursachen kann.
Das können auch Wracks von Flugzeugen und aller möglichen Kriegsmaschinerie sein. Man muss wirklich Mut und Umsicht aufweisen, um in solche Wracks hineinzutauchen. Irgendwelche Teile könnten abbrechen. Dann könnte der Tauchgang ganz schnell beendet sein. Gerade im Mittelmeer findet man aufgrund von dessen bewegter geschichtlicher Vergangenheit zahlreiche Wracks vor.
An der Cote Azur finden zwischen St. Tropez und Marseille zahlreiche Wracks vor. Hier wurde ja seinerzeit im Zweiten Weltkrieg die französische Kriegsflotte versenkt. In dieser Gegend gibt es mittlerweile mehrere Tauchbasen, die auf das Wracktauchen spezialisiert sind.
Wracks liegen teilweise bis zu 50 m tief auf dem Meeresgrund! Einige von ihnen, die auf sandigem Untergrund gestrandet waren, wurden mittlerweile zu künstlichen Riffen, besiedelt von allen möglichen Meeresbewohnern.
Dort findet man dann Röhrenwürmer, Korallen, Seescheiden und Schwämme aller Art. Aber es gibt noch eine weitere real bestehende Gefahr, die man nicht außer Acht lassen sollte: Nicht entschärfte Munition!


